Zuverlässige Scope-3-Analysen auf Basis von Einkaufsdaten – effizient und im Einklang mit dem THG-Protokoll.

Scope-3-Bewertung

Forschung Nachhaltigkeit Scope-3-Bewertung

Was sind Scope-3-Emissionen?

Das THG-Protokoll bietet international anerkannte Standards für die Messung, Berichterstattung und Bewertung von Treibhausgasemissionen (THGs). Es unterteilt THGs in drei Bereiche, sogenannte Scopes. Scope 3 ist in der Regel die umfangreichste Kategorie und beinhaltet alle indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens mit Ausnahme der THGs aus Energienutzung. Da Scope-3-Emissionen nicht direkt im Unternehmen entstehen, ist ihre Messung komplex und erfordert eine umfassende Analyse.

Übersicht der verschiedenen Scopes des THG-Protokolls:

  • Scope 1 – direkte Emissionen aus unternehmenseigenen Quellen, z. B. eigenen Fahrzeugen oder Anlagen 
  • Scope 2 – indirekte Emissionen aus zugekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme 
  • Scope 3 – alle übrigen indirekten Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette 

Warum ist die Messung relevant?

Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) verpflichtet große Unternehmen zur Offenlegung ihrer Scope-3-Emissionen. Mit der Omnibus-I-Richtlinie, die seit dem 18. März 2026 in Kraft ist, gilt dies für Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden und mehr als 450 Mio. € Umsatz.
Berichtspflichtige Unternehmen fragen entsprechende Daten häufig entlang ihrer Lieferkette ab.
Die Analyse zeigt, wo Maßnahmen am wirkungsvollsten sein können.

Ausgabenbasierte Scope-3-Bewertung von WifOR Institute

Vollständige Primärdaten zu Scope-3-Emissionen sind in der Praxis selten verfügbar. Um dennoch Transparenz über indirekte THGs zu schaffen, empfiehlt das THG-Protokoll u.a. eine ausgabenbasierte Methode zur Scope-3-Bewertung.

Bei diesem Ansatz werden Einkaufsdaten mit Emissionsfaktoren verknüpft, um Scope-3-Emissionen entlang der Lieferkette auf Basis statistischer Modelle zu berechnen. Unternehmens- oder lieferantenspezifische Daten können anschließend ergänzt werden, um die Ergebnisse schrittweise zu verfeinern.

Identifikation relevanter Scope-3-Kategorien

Berechnung mithilfe eines ökologisch erweiterten Input-Output-Modells

Verfeinerung der Ergebnisse mit unternehmens- oder lieferantenspezifischen Daten

Strategischer Nutzen

Die ausgabenbasierte Scope-3-Bewertung schafft eine wissenschaftlich fundierte und regulatorisch belastbare Datengrundlage für die THG-Berichterstattung – mit minimalem Aufwand für Unternehmen. Das ermöglicht, Scope-3-Emissionen effizient zu erfassen, zu analysieren und gezielt zu reduzieren.

Schnelle Implementierung
Berechnung auf Basis vorhandener Einkaufsdaten
THG-Protokoll-konforme Berechnung
Belastbare Grundlage für CSRD, CBAM und LkSG
Emissions-Hotspots identifizieren

Flexible Analysen auf unterschiedlichen Ebenen der Lieferkette

Die Scope-3-Bewertung von WifOR lässt sich flexibel an unterschiedliche Fragestellungen anpassen. Je nach Datenlage können die Ergebnisse auf Länder-, Branchen-, Geschäftsbereichs-, Produktgruppen-, Lieferkettenstufen- oder Lieferantenebene ausgewertet werden.

Damit entsteht die Transparenz, die Unternehmen benötigen, um fundierte Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen, Risiken präzise zu bewerten und wirksame Dekarbonisierungsstrategien zu entwickeln.

Erkenntnisse aus der Praxis

Gemeinsam mit Expert:innen von Takeda und Evonik organisierte WifOR Institute eine Masterclass zu dem Thema, wie Unternehmen Emissions-Hotspots identifizieren, Lieferanten priorisieren und Dekarbonisierungsmaßnahmen erfolgreich umsetzen können. Im Mittelpunkt stand dabei die Zusammenarbeit von Akteuren entlang der Wertschöpfungskette als größter Hebel für erfolgreiches Scope-3-Management.

Zur Aufzeichnung

„Ich empfehle, Emissions-Hotspots zu identifizieren, relevante Lieferanten zu priorisieren und daraus Maßnahmen abzuleiten – anstatt auf perfekte Daten zu warten.“ Jessica Vieira, Head of Environmental Sustainability Operations and Business Excellence
, Takeda „Primärdaten bleiben eine der größten Herausforderungen im Bereich Scope 3. Deshalb ist es entscheidend, sich auf Emissions-Hotspots zu konzentrieren, den eigenen Einflussbereich zu verstehen und dort Maßnahmen umzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten.“ Ranjan Fletcher, Manager Sustainability Development Health Care, Evonik

Scope-3-Emissionen entlang der Lieferkette lassen sich auch mit WISIT berechnen – dem WifOR Institute Sustainability Impact Tool. Hier erfahren Sie mehr über WISIT.

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