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Wohlstand jenseits des BIP: Ehrenamtliche im THW leisten Arbeit mit hohem ökonomischem Wert

Darmstadt/Berlin, 30.08.2012 - Wohlstand ist nicht allein das Ergebnis von Erwerbsarbeit. Diese Erkenntnis ist von Wirtschaftswissenschaftlern und Politikern in der jüngeren Vergangenheit formuliert worden und hat zu einem Nachdenken über Alternativen und Ergänzungen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) geführt: Eine Maßzahl, die den Wohlstand einer Nation misst, müsse in Betracht ziehen, dass auch unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit positive ökonomische Wirkungen hat.

Eine Untersuchung von WifOR, dem Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut, ist diesen ökonomischen Wirkungen nachgegangen und zwar am Beispiel des Technischen Hilfswerks (THW). Die Kurzstudie liefert einen ersten Ansatz zur systematischen ökonomischen Wertschätzung der THW-Arbeit. Das THW ist eine Bundesanstalt, die den gemeinnützigen Zweck des Zivil- und Bevölkerungsschutzes verfolgt, und vom Bundesministerium des Innern ihre Geldmittel erhält. Die Belegschaft besteht zu 99 Prozent aus ehrenamtlich arbeitenden Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Arbeitskraft in eine mühevolle Tätigkeit investieren, ohne dafür Lohn zu erhalten. Dies lässt jedoch nicht den Schluss zu, dass ihre Arbeit keinen ökonomischen Wert besitzt.

„Unsere ersten Untersuchungen zeigen deutlich“, so Dennis A. Ostwald, Geschäftsführer von WifOR, „dass die ehrenamtliche Arbeit der Männer und Frauen beim THW einen mehrdimensionalen volkswirtschaftlichen Nutzen aufweist und darüber hinaus bislang unbeachtete wohlstandsstiftende Wirkungen entfaltet.“

Die wichtigsten Ergebnisse kurz dargestellt: Die Zeitspende der ca. 40.000 ehrenamtlichen aktiven THW-Mitglieder in Deutschland erreicht gut 5,3 Mio. Stunden im Jahr 2011. Das ergibt, gemessen an einer 40-Stunden-Woche, 134.000 Wochen oder 2.559 Jahre geleistete unentgeltliche Arbeit, die Menschen im THW in den technischen Bevölkerungsschutz investieren. Der monetäre Wert dieser Arbeit wurde näherungsweise bestimmt, indem Vergleichslöhne herangezogen wurden: Auf 109 Mio. Euro beläuft sich demnach der Wert der Zeitspende, die der Allgemeinheit zu Gute kommt und zum hohen Sicherheitsniveau in Deutschland beiträgt.

„Unser Ansatz eignet sich gut“, erläutert Susanne Schubert, Projektleiterin Sicherheitswirtschaft bei WifOR, „um den ökonomischen Nutzen von ehrenamtlicher Arbeit auch in anderen Organisationen zu bestimmen. Es ist an der Zeit, dass freiwillige Arbeit in Deutschland systematisch wertgeschätzt wird.“

Eine Darstellung der Untersuchungsergebnisse finden Sie hier:

 

Über WifOR

WifOR ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut mit Forschungsschwerpunkten in der Wertschöpfungsuntersuchung und der empirischen Arbeitsmarktanalyse. Es ist im Jahr 2009 als Ausgründung aus dem Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik an der TU Darmstadt entstanden und kooperiert bei Forschungsaktivitäten unter anderem mit der TU Berlin. Derzeit beschäftigt WifOR 25 Mitarbeiter an den Standorten Darmstadt und Berlin. Mehr zu WifOR unter www.wifor.de.

Haben Sie allgemeine Fragen zu WifOR und seinen Forschungsleistungen?

Kontakt

Dr. Dennis A. Ostwald
Geschäftsführer
WifOR
Elisabethenstraße 35
64283 Darmstadt
Telefon           +49 6151 136349-0
Telefax           +49 6151 9516086
Mobil               +49 175 6859738

dennis.ostwald@wifor.com

Haben Sie Fragen zum Forschungsfeld Sicherheit und Sicherheitswirtschaft bei WifOR?

Kontakt

Dr. Susanne Schubert
Projektleiterin Sicherheitswirtschaft
WifOR Berlin
c/o Technische Universität Berlin
Steinplatz 2
10623 Berlin
Telefon           +49 30 314-24482
Telefax           +49 30 314-24444

susanne.schubert@wifor.com

 

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Wohlstand jenseits des BIP: Ehrenamtliche im THW leisten Arbeit mit hohem ökonomischem Wert

Darmstadt/Berlin, 30.08.2012 - Wohlstand ist nicht allein das Ergebnis von Erwerbsarbeit. Diese Erkenntnis ist von Wirtschaftswissenschaftlern und Politikern in der jüngeren Vergangenheit formuliert worden und hat zu einem Nachdenken über Alternativen und Ergänzungen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) geführt: Eine Maßzahl, die den Wohlstand einer Nation misst, müsse in Betracht ziehen, dass auch unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit positive ökonomische Wirkungen hat.

Eine Untersuchung von WifOR, dem Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut, ist diesen ökonomischen Wirkungen nachgegangen und zwar am Beispiel des Technischen Hilfswerks (THW). Die Kurzstudie liefert einen ersten Ansatz zur systematischen ökonomischen Wertschätzung der THW-Arbeit. Das THW ist eine Bundesanstalt, die den gemeinnützigen Zweck des Zivil- und Bevölkerungsschutzes verfolgt, und vom Bundesministerium des Innern ihre Geldmittel erhält. Die Belegschaft besteht zu 99 Prozent aus ehrenamtlich arbeitenden Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Arbeitskraft in eine mühevolle Tätigkeit investieren, ohne dafür Lohn zu erhalten. Dies lässt jedoch nicht den Schluss zu, dass ihre Arbeit keinen ökonomischen Wert besitzt.

„Unsere ersten Untersuchungen zeigen deutlich“, so Dennis A. Ostwald, Geschäftsführer von WifOR, „dass die ehrenamtliche Arbeit der Männer und Frauen beim THW einen mehrdimensionalen volkswirtschaftlichen Nutzen aufweist und darüber hinaus bislang unbeachtete wohlstandsstiftende Wirkungen entfaltet.“

Die wichtigsten Ergebnisse kurz dargestellt: Die Zeitspende der ca. 40.000 ehrenamtlichen aktiven THW-Mitglieder in Deutschland erreicht gut 5,3 Mio. Stunden im Jahr 2011. Das ergibt, gemessen an einer 40-Stunden-Woche, 134.000 Wochen oder 2.559 Jahre geleistete unentgeltliche Arbeit, die Menschen im THW in den technischen Bevölkerungsschutz investieren. Der monetäre Wert dieser Arbeit wurde näherungsweise bestimmt, indem Vergleichslöhne herangezogen wurden: Auf 109 Mio. Euro beläuft sich demnach der Wert der Zeitspende, die der Allgemeinheit zu Gute kommt und zum hohen Sicherheitsniveau in Deutschland beiträgt.

„Unser Ansatz eignet sich gut“, erläutert Susanne Schubert, Projektleiterin Sicherheitswirtschaft bei WifOR, „um den ökonomischen Nutzen von ehrenamtlicher Arbeit auch in anderen Organisationen zu bestimmen. Es ist an der Zeit, dass freiwillige Arbeit in Deutschland systematisch wertgeschätzt wird.“

Eine Darstellung der Untersuchungsergebnisse finden Sie hier:

 

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WifOR ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut mit Forschungsschwerpunkten in der Wertschöpfungsuntersuchung und der empirischen Arbeitsmarktanalyse. Es ist im Jahr 2009 als Ausgründung aus dem Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik an der TU Darmstadt entstanden und kooperiert bei Forschungsaktivitäten unter anderem mit der TU Berlin. Derzeit beschäftigt WifOR 25 Mitarbeiter an den Standorten Darmstadt und Berlin. Mehr zu WifOR unter www.wifor.de.

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