LABOR.A – Eine Konferenz der Hans-Böckler-Stiftung in Berlin (Deutschland)

Die Arbeitsmarktforscherin Annika Feith nahm an der Hybridkonferenz zur Zukunft der Arbeit teil, um die Ergebnisse des WifOR zur Vielfalt am deutschen Arbeitsplatz vorzustellen. Die Daten des WifOR zeigen, dass mehr als vier von fünf Beschäftigten Merkmale der Vielfalt aufweisen (wie beispielsweise einen Migrationshintergrund oder eine queere Identität), sich jedoch häufiger benachteiligt und diskriminiert fühlen.

15. September 2026 Ganztägig

Untersuchungen zeigen, dass Vielfalt in Verbindung mit Inklusion die demokratische Repräsentation stärken, die Resilienz fördern und der Wirtschaft zugutekommen kann. Auf der LABOR.A-Konferenz leistete WifOR Institute einen Beitrag zu dieser Debatte, indem es aufzeigte, wie Vielfalt deutsche Arbeitswelten prägt und welche Instrumente zu ihrer Förderung beitragen können.

  • Die Daten von WifOR deuten darauf hin, dass benachteiligte Gruppen innerhalb deutscher Organisationen nach wie vor überproportional von Diskriminierung betroffen sind. Etwa jede zehnte Frau, jede nicht-binäre Person und jede:r Arbeitnehmer:in mit Migrationshintergrund fühlen sich aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit diskriminiert. Demgegenüber empfinden dies nur 1 % der cisgeschlechtlichen Männer und Nicht-Migrant:innen.
  • Unsere Trendanalysen zeigen, dass der Druck auf Menschen mit Diversitätsmerkmalen weiter zunimmt. Beim Vergleich der ersten mit der zweiten Umfrage haben sich mehrere Indikatoren deutlich verschlechtert. So haben beispielsweise Stereotypisierungen durch Vorgesetzte und Kolleg:innen zugenommen, und die Beschäftigten berichten von einer höheren psychischen Belastung.
  • Unternehmen sollten ihre Maßnahmen in den Bereichen Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion ausbauen. Unsere Daten zeigen, dass Instrumente wie Anlaufstellen zur Bekämpfung von Diskriminierung, Netzwerke für vielfältige Gruppen und Schulungsprogramme als am hilfreichsten empfunden werden.