Ökonomischer Nutzen der ARD

Öf­fent­lich-recht­li­cher Rund­funk im volks­wirt­schaft­li­chen Kon­text

Die vorliegende Studie bringt neben der Transparenz zu den ökonomischen Wirkungen der ARD zwei weitere höchst relevante Nutzen mit sich: Zum einen wurde erstmals die ökonomische Bedeutung der ARD in Deutschland unter Berücksichtigung nicht nur der direkten, sondern auch der indirekten und induzierten ökonomischen Effekte, wissenschaftlich fundiert bemessen. Zum anderen wurde eine detaillierte Vorleistungsanalyse durchgeführt, die die besondere Bedeutung der ARD für die Kultur- und Kreativwirtschaft quantifiziert.

Umfassendes Bild der volkswirtschaftlichen Bedeutung

Die ARD ist der größte Akteur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Um den ökonomischen Nutzen der ARD in Deutschland zu ermitteln  werden quantifizierbare sowie nicht-quantifizierbare ökonomische Effekte der ARD analysiert. Im Unterschied zu anderen Studien zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland zielt dieses Gutachten ausschließlich auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der ARD ab.

Es wird ein umfassendes Bild des ökonomischen Beitrags der ARD zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), zum Arbeitsmarkt sowie zum Staatshaushalt in Deutschland gezeichnet. Das gewählte Vorgehen ermöglicht umfangreiche Input-Output-Analysen, um beispielsweise die Vorleistungs- und Multiplikatorwirkungen zu untersuchen.

Studie nimmt medienpolitisch und wissenschaftlich eine Vorreiterrolle ein

Die vorliegende Studie nimmt im wissenschaftlichen wie auch politischen Diskurs rund um die zukünftige Gestaltung der Medienlandschaft in zweierlei Hinsicht eine Vorreiterrolle ein. Aus wissenschaftlicher Sicht wird erstmals ein Anbieter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland in VGR-Kategorien abgebildet.Dazu wurden von allen Landesrundfunkanstalten Daten erhoben.

Da die ökonomischen Effekte der ARD jedoch über die im Ökonomischen Fußabdruck quantifizierbaren Effekte hinausgehen, werden zusätzlich nicht-quantifizierbare ökonomische Effekte beleuchtet, die anhand deskriptiver Statistiken belegt werden. Beispielhaft können schon an dieser Stelle Ausbildungseffekte genannt werden. Aus medienpolitischer Sicht wird im Rahmen dieser Arbeit erstmalig eine umfassende Datenbasis innerhalb der VGR-Kategorien geschaffen, die Transparenz über den gesellschaftlichen Nutzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bietet.

Zentraler Analysebaustein im volkswirtschaftlichen Kontext

Als Fazit kann festgehalten werden, dass mit der erstmaligen Erstellung des Ökonomischen Fußabdrucks der ARD nun ein zentraler Analysebaustein im volkswirtschaftlichen Kontext vorliegt. Aufbauend auf dieser Arbeit besteht folglich die Möglichkeit, weitere Kapitel auf dem Weg zu einer umfassenden Analyse der ARD in Deutschland zu schreiben. Möglichkeiten umfassen Szenarienanalyse, eine detailliertere Darstellung der ARD innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft als Querschnittsbranche oder Nachhaltigkeitsanalysen anhand ökologischer Kennzahlen.

Dr. Marcus Cramer

Forschungsleiter Impact-Analysen

Forschungsschwerpunkte Nachhaltigkeit, Sozialpolitik, Wertschöpfung, Innovation & Forschung & Entwicklung

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marcus.cramer@wifor.com